Was wollen Jugendliche in Bremen eigentlich von ihrer beruflichen Zukunft? Diese Frage hat die neue Jugendstudie von NORDMETALL in Zusammenarbeit mit der NORDAKADEMIE-Stiftung beantwortet – und das mit aufschlussreichen, teils überraschenden Ergebnissen – und ich glaube, dass die NRW-Jugend von diesen Ergebnissen nicht so weit weg scheint. Fest steht dennoch: Die Generation kurz vor dem Abitur blickt positiv in die Zukunft, ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und zeigt mehr Interesse an Industriearbeitsplätzen als Gleichaltrige in anderen norddeutschen Bundesländern.
Jugendliche setzen auf klassische Werte – und auf Führung
Knapp 700 Schülerinnen und Schüler aus elf Schulen in Bremen und Bremerhaven wurden befragt – ebenso wie 44 Unternehmen aus der Region mit insgesamt über 54.000 Beschäftigten, schwerpunktmäßig aus der Metall- und Elektroindustrie (M+E). Das Ergebnis: Jugendliche im Land Bremen halten Werte wie Zuverlässigkeit (80 %), Disziplin (76 %) und Kommunikationsfähigkeit (67 %) für essenziell im Berufsleben – damit ticken sie traditioneller als oft angenommen. Gleichzeitig zeigt sich: Fast 50 % wollen später eine Führungsposition übernehmen – Jungen mit 55 % etwas häufiger als Mädchen (43 %).
Großes Interesse an Industrie – aber mit anderen Vorstellungen
14 Prozent der Jugendlichen möchten gerne in der Metall- und Elektroindustrie arbeiten, 41 Prozent können es sich zumindest vorstellen – ein deutlich höherer Wert als in Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Doch während Unternehmen vor allem Personal für Instandhaltung, Lager oder Produktion suchen, interessieren sich die Jugendlichen eher für Projektmanagement (42 %), Forschung und Entwicklung (39 %) sowie Marketing und Vertrieb (34 %).
Hier zeigt sich ein deutlicher Handlungsauftrag: Unternehmen müssen ihre attraktiven Arbeitsfelder – inklusive moderner Technik, guten Verdienstmöglichkeiten und internationaler Perspektiven – besser und früher kommunizieren.
Lücke zwischen Schulwissen und Arbeitgebererwartung
Besonders groß ist die Kluft bei der Bewertung schulischer Fächer: Während Unternehmen Fächer wie Deutsch (98 %), Mathematik (86 %) und Englisch (67 %) als wichtig einstufen, sehen das die Jugendlichen anders – vor allem das Fach Deutsch wird mit nur 22 % deutlich unterschätzt. Auch wirtschaftlich-technische Fächer wie Informatik (6 %), Physik (11 %) und Wirtschaftslehre (14 %) stoßen bei den Schülerinnen und Schülern auf vergleichsweise geringes Interesse.
Thomas Küll von NORDMETALL betont deshalb:
„Kompetenzen im Umgang mit Informationstechnologie werden immer wichtiger. Bremen sollte die Einführung eines eigenständigen Informatikfaches nach dem Vorbild anderer Bundesländer prüfen.“
Berufsorientierung: Praktika und Eltern sind entscheidend
Was prägt die Berufswahl? Praktika (85 %), Familie (53 %) und Social Media (44 %) sind die wichtigsten Einflussquellen. Schulen spielen eine wichtige Rolle – aber mit Nachholbedarf: Während 43 % der Jugendlichen ihre Berufsorientierung als gut bewerten, sind 0 % der befragten Unternehmen mit dem Angebot „sehr zufrieden“, fast 30 %halten es für mangelhaft.
Auch hier sieht NORDMETALL Potenzial:
„Praktika bleiben ein Schlüsselinstrument für den Berufseinstieg – am besten gestaltet mit echten Praktikern aus den Betrieben.“
Duales Studium als unentdeckte Chance
Mit 40 % ist das klassische Hochschulstudium der beliebteste Karriereweg unter den Bremer Jugendlichen, nur 23 %wollen ein duales Studium beginnen – obwohl viele von ihnen dessen Vorteile nicht kennen. Ganze 50 % zeigen sich unentschlossen.
Prof. Dr. Stefan Wiedmann, Präsident der NORDAKADEMIE, sieht darin eine Chance:
„Die Wirtschaft trifft in Bremen auf eine Nachwuchsgeneration mit großem Gestaltungswillen. Wir qualifizieren gezielt für die Berufe, die in der Region gefragt sind – mit direktem Praxisbezug und engem Draht zur Industrie.“
https://kompetenzzentrum-duesseldorf.de/wp-content/uploads/2019/04/Logo-1030x312.png00Christoph Socharthttps://kompetenzzentrum-duesseldorf.de/wp-content/uploads/2019/04/Logo-1030x312.pngChristoph Sochart2025-08-29 10:42:282025-08-29 10:42:28Bremens Jugend im Aufbruch: Optimistisch, ehrgeizig – und interessiert an Industrie-Jobs
Wenn man an die gamescom denkt, hat man wahrscheinlich sofort Bilder von riesigen Hallen, bunten Lichtern und tausenden Besucher*innen im Kopf, die die neuesten Spiele ausprobieren. Klar, das ist die Hauptattraktion der weltweit größten Gamingmesse. Aber daneben gibt es noch etwas, das auf den ersten Blick unscheinbarer wirkt und trotzdem hochspannend ist: Bereiche wie die Campus Area, in der Hochschulen Studiengänge vorstellen, oder der invest circle, wo Start-ups ihre Ideen pitchen und mit Investor*innen ins Gespräch kommen. Mit anderen Worten: Die gamescom zeigt nicht nur Spiele – sie zeigt auch Berufsbilder, Karrierewege und Zukunftsperspektiven.
Klassische Berufsmessen – und ihr Problem
Wenn wir an klassische Berufsmessen denken, sieht das Bild oft ganz anders aus. Unternehmen oder Institutionen bauen ihre Stände auf, verteilen Flyer und hoffen, dass Jugendliche stehenbleiben und Fragen stellen. Aber Hand aufs Herz: Wie spannend ist das wirklich? Für viele Schüler*innen fühlt sich das eher nach „Pflichtprogramm“ an – man schaut vorbei, nimmt Infomaterial mit, das vielleicht später in der Tasche landet, und geht wieder. Begeisterung für Berufe entsteht so selten.
Was die gamescom anders macht
Auf der gamescom ist das Konzept komplett anders:
Mitmachen statt nur zuhören. Überall gibt es Stationen, wo man Dinge ausprobieren kann – sei es ein neues Spiel, ein VR-Erlebnis oder ein Workshop.
Persönliche Begegnungen. Entwickler*innen, Studierende und Gründer*innen sind direkt vor Ort und erzählen von ihrer Arbeit. Das macht Berufe nahbar und greifbar.
Gamification. Alles ist spielerisch und erlebnisorientiert. Man sammelt Eindrücke, statt trockene Informationen.
Vielfalt. Es geht nicht nur um „Spiele programmieren“. Auf der Messe wird deutlich: In dieser Branche gibt es Jobs in Grafik, Storytelling, Marketing, Eventorganisation, Community Management – und viele weitere.
Genau diese Mischung aus Erlebnis und Vielfalt macht die Messe so attraktiv – und ist gleichzeitig der Grund, warum sie ein spannendes Beispiel für die Berufsorientierung der Zukunft sein könnte.
Was wir davon lernen können
Natürlich: Eine Berufemesse im Stil der gamescom – mit Hunderttausenden Besucher*innen, gigantischen Ständen und Showeffekten – ist nicht realistisch. Aber die Idee dahinter können wir übertragen:
Mehr Interaktion: Berufe lassen sich besser entdecken, wenn man sie ausprobieren darf. Kleine Simulationen, Mitmachstationen oder praktische Aufgaben könnten das möglich machen.
Geschichten statt Fakten: Statt nur Flyer und Merch zu verteilen, sollten echte Menschen erzählen, wie sie in ihren Beruf gekommen sind – mit allen Umwegen, Chancen und Überraschungen.
Spielerische Elemente: Gamification kann Berufe erlebbar machen. Warum nicht Mini-Games, Quizze oder Challenges nutzen, um Berufsfelder kennenzulernen?
Digitale Tools einbinden: Viele Jugendliche sind ohnehin digital unterwegs. Virtual-Reality-Brillen, Apps oder kurze Videos können eine Messe moderner und spannender machen.
Inspirierende Kurzgespräche: Jugendliche treffen auf Vorbilder in ihrem Alter, deren Geschichten ihren eigenen ähneln. So können sie sich leichter motivieren lassen und entdecken neue Perspektiven für ihre berufliche Zukunft.
Fazit – Berufsorientierung neu denken
Die gamescom ist sicher kein klassisches Vorbild für Berufsorientierung – aber sie zeigt eindrucksvoll, wie man junge Menschen für Themen begeistert, die auf den ersten Blick „schwer“ oder „trocken“ wirken könnten. Genau das sollte auch das Ziel von Berufsmessen sein: Erlebnis statt Pflichtprogramm, Neugier statt Langeweile, Mitmachen statt nur Zuhören.
Wenn wir Jugendlichen Berufe genauso spannend präsentieren könnten, wie die gamescom neue Spiele präsentiert, dann hätten wir einen großen Schritt geschafft. Und vielleicht sollten wir uns alle häufiger fragen: Wie sieht die Berufemesse der Zukunft eigentlich aus – und wie schaffen wir es, dass Jugendliche dort mit genauso viel Vorfreude hingehen wie zur gamescom?
Alle Jahre wieder beginnt mit dem Schulstart nicht nur der Kampf um die besten Federtaschen und Mathehefte – sondern auch eine Debatte, die Eltern deutschlandweit in den digitalen Spagat zwingt: „Mama, Papa, wann bekomme ich endlich ein eigenes Handy?“
Spätestens ab der weiterführenden Schule wird die Frage nach dem ersten Smartphone laut – und damit die Unsicherheit größer. Denn mit dem Handy in der Tasche öffnet sich für Kinder auch der Zugang zu allem, was das Internet bereithält: Social Media, Online-Spiele, Messenger-Dienste. Die Sorge vieler Eltern ist dabei dieselbe: Wie kann ich mein Kind schützen, ohne es vom digitalen Leben auszuschließen?
Zwischen Kontrolle und Teilhabe: Eltern stehen vor schwierigen Entscheidungen
Was früher der Haustürschlüssel war, ist heute das Smartphone: Symbol für mehr Freiheit – und mehr Verantwortung. Kinder wollen erreichbar sein, dazugehören, mitreden. Eltern wollen Sicherheit, Schutz und Medienkompetenz. Der Balanceakt ist nicht einfach.
Aktuelle Studien bestätigen den Zwiespalt: Laut der neuen Vodafone-Studie 2025 – durchgeführt in acht europäischen Ländern – sind sich selbst Kinder und Jugendliche der Gefahren übermäßiger Smartphone-Nutzung bewusst. Drei von vier Jugendlichen sehen übermäßige Bildschirmzeit nicht nur als individuelles Problem, sondern als gesellschaftliche Herausforderung.
Überraschend: 63 % der Gen Z sprechen sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter zwölf Jahren aus. Selbst die jüngere Generation Alpha (11–15 Jahre) befürwortet dies zu 50 %. Viele wünschen sich mehr Offline-Aktivitäten, klarere Regeln – und eine digitale Balance, die sich nicht wie Verzicht, sondern wie Freiheit anfühlt.
https://kompetenzzentrum-duesseldorf.de/wp-content/uploads/2019/04/Logo-1030x312.png00Christoph Socharthttps://kompetenzzentrum-duesseldorf.de/wp-content/uploads/2019/04/Logo-1030x312.pngChristoph Sochart2025-08-21 14:50:212025-08-21 14:50:21Zwischen Schulstart und Smartphone: Wann ist das erste Handy sinnvoll?
Bremens Jugend im Aufbruch: Optimistisch, ehrgeizig – und interessiert an Industrie-Jobs
NewsWas wollen Jugendliche in Bremen eigentlich von ihrer beruflichen Zukunft? Diese Frage hat die neue Jugendstudie von NORDMETALL in Zusammenarbeit mit der NORDAKADEMIE-Stiftung beantwortet – und das mit aufschlussreichen, teils überraschenden Ergebnissen – und ich glaube, dass die NRW-Jugend von diesen Ergebnissen nicht so weit weg scheint. Fest steht dennoch: Die Generation kurz vor dem Abitur blickt positiv in die Zukunft, ist bereit, Verantwortung zu übernehmen und zeigt mehr Interesse an Industriearbeitsplätzen als Gleichaltrige in anderen norddeutschen Bundesländern.
Jugendliche setzen auf klassische Werte – und auf Führung
Knapp 700 Schülerinnen und Schüler aus elf Schulen in Bremen und Bremerhaven wurden befragt – ebenso wie 44 Unternehmen aus der Region mit insgesamt über 54.000 Beschäftigten, schwerpunktmäßig aus der Metall- und Elektroindustrie (M+E).
Das Ergebnis: Jugendliche im Land Bremen halten Werte wie Zuverlässigkeit (80 %), Disziplin (76 %) und Kommunikationsfähigkeit (67 %) für essenziell im Berufsleben – damit ticken sie traditioneller als oft angenommen. Gleichzeitig zeigt sich: Fast 50 % wollen später eine Führungsposition übernehmen – Jungen mit 55 % etwas häufiger als Mädchen (43 %).
Großes Interesse an Industrie – aber mit anderen Vorstellungen
14 Prozent der Jugendlichen möchten gerne in der Metall- und Elektroindustrie arbeiten, 41 Prozent können es sich zumindest vorstellen – ein deutlich höherer Wert als in Hamburg oder Mecklenburg-Vorpommern. Doch während Unternehmen vor allem Personal für Instandhaltung, Lager oder Produktion suchen, interessieren sich die Jugendlichen eher für Projektmanagement (42 %), Forschung und Entwicklung (39 %) sowie Marketing und Vertrieb (34 %).
Hier zeigt sich ein deutlicher Handlungsauftrag: Unternehmen müssen ihre attraktiven Arbeitsfelder – inklusive moderner Technik, guten Verdienstmöglichkeiten und internationaler Perspektiven – besser und früher kommunizieren.
Lücke zwischen Schulwissen und Arbeitgebererwartung
Besonders groß ist die Kluft bei der Bewertung schulischer Fächer: Während Unternehmen Fächer wie Deutsch (98 %), Mathematik (86 %) und Englisch (67 %) als wichtig einstufen, sehen das die Jugendlichen anders – vor allem das Fach Deutsch wird mit nur 22 % deutlich unterschätzt. Auch wirtschaftlich-technische Fächer wie Informatik (6 %), Physik (11 %) und Wirtschaftslehre (14 %) stoßen bei den Schülerinnen und Schülern auf vergleichsweise geringes Interesse.
Thomas Küll von NORDMETALL betont deshalb:
Berufsorientierung: Praktika und Eltern sind entscheidend
Was prägt die Berufswahl? Praktika (85 %), Familie (53 %) und Social Media (44 %) sind die wichtigsten Einflussquellen. Schulen spielen eine wichtige Rolle – aber mit Nachholbedarf: Während 43 % der Jugendlichen ihre Berufsorientierung als gut bewerten, sind 0 % der befragten Unternehmen mit dem Angebot „sehr zufrieden“, fast 30 %halten es für mangelhaft.
Auch hier sieht NORDMETALL Potenzial:
Duales Studium als unentdeckte Chance
Mit 40 % ist das klassische Hochschulstudium der beliebteste Karriereweg unter den Bremer Jugendlichen, nur 23 %wollen ein duales Studium beginnen – obwohl viele von ihnen dessen Vorteile nicht kennen. Ganze 50 % zeigen sich unentschlossen.
Prof. Dr. Stefan Wiedmann, Präsident der NORDAKADEMIE, sieht darin eine Chance:
Warum Berufsorientierung mehr „gamescom“ vertragen könnte
NewsVon Ilka Hüsges
Wenn man an die gamescom denkt, hat man wahrscheinlich sofort Bilder von riesigen Hallen, bunten Lichtern und tausenden Besucher*innen im Kopf, die die neuesten Spiele ausprobieren. Klar, das ist die Hauptattraktion der weltweit größten Gamingmesse. Aber daneben gibt es noch etwas, das auf den ersten Blick unscheinbarer wirkt und trotzdem hochspannend ist: Bereiche wie die Campus Area, in der Hochschulen Studiengänge vorstellen, oder der invest circle, wo Start-ups ihre Ideen pitchen und mit Investor*innen ins Gespräch kommen. Mit anderen Worten: Die gamescom zeigt nicht nur Spiele – sie zeigt auch Berufsbilder, Karrierewege und Zukunftsperspektiven.
Klassische Berufsmessen – und ihr Problem
Wenn wir an klassische Berufsmessen denken, sieht das Bild oft ganz anders aus. Unternehmen oder Institutionen bauen ihre Stände auf, verteilen Flyer und hoffen, dass Jugendliche stehenbleiben und Fragen stellen. Aber Hand aufs Herz: Wie spannend ist das wirklich? Für viele Schüler*innen fühlt sich das eher nach „Pflichtprogramm“ an – man schaut vorbei, nimmt Infomaterial mit, das vielleicht später in der Tasche landet, und geht wieder. Begeisterung für Berufe entsteht so selten.
Was die gamescom anders macht
Auf der gamescom ist das Konzept komplett anders:
Genau diese Mischung aus Erlebnis und Vielfalt macht die Messe so attraktiv – und ist gleichzeitig der Grund, warum sie ein spannendes Beispiel für die Berufsorientierung der Zukunft sein könnte.
Was wir davon lernen können
Natürlich: Eine Berufemesse im Stil der gamescom – mit Hunderttausenden Besucher*innen, gigantischen Ständen und Showeffekten – ist nicht realistisch. Aber die Idee dahinter können wir übertragen:
Fazit – Berufsorientierung neu denken
Die gamescom ist sicher kein klassisches Vorbild für Berufsorientierung – aber sie zeigt eindrucksvoll, wie man junge Menschen für Themen begeistert, die auf den ersten Blick „schwer“ oder „trocken“ wirken könnten. Genau das sollte auch das Ziel von Berufsmessen sein: Erlebnis statt Pflichtprogramm, Neugier statt Langeweile, Mitmachen statt nur Zuhören.
Wenn wir Jugendlichen Berufe genauso spannend präsentieren könnten, wie die gamescom neue Spiele präsentiert, dann hätten wir einen großen Schritt geschafft. Und vielleicht sollten wir uns alle häufiger fragen: Wie sieht die Berufemesse der Zukunft eigentlich aus – und wie schaffen wir es, dass Jugendliche dort mit genauso viel Vorfreude hingehen wie zur gamescom?
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Fotoquelle: gamescom
Zwischen Schulstart und Smartphone: Wann ist das erste Handy sinnvoll?
NewsAlle Jahre wieder beginnt mit dem Schulstart nicht nur der Kampf um die besten Federtaschen und Mathehefte – sondern auch eine Debatte, die Eltern deutschlandweit in den digitalen Spagat zwingt: „Mama, Papa, wann bekomme ich endlich ein eigenes Handy?“
Spätestens ab der weiterführenden Schule wird die Frage nach dem ersten Smartphone laut – und damit die Unsicherheit größer. Denn mit dem Handy in der Tasche öffnet sich für Kinder auch der Zugang zu allem, was das Internet bereithält: Social Media, Online-Spiele, Messenger-Dienste. Die Sorge vieler Eltern ist dabei dieselbe: Wie kann ich mein Kind schützen, ohne es vom digitalen Leben auszuschließen?
Zwischen Kontrolle und Teilhabe: Eltern stehen vor schwierigen Entscheidungen
Was früher der Haustürschlüssel war, ist heute das Smartphone: Symbol für mehr Freiheit – und mehr Verantwortung. Kinder wollen erreichbar sein, dazugehören, mitreden. Eltern wollen Sicherheit, Schutz und Medienkompetenz. Der Balanceakt ist nicht einfach.
Aktuelle Studien bestätigen den Zwiespalt: Laut der neuen Vodafone-Studie 2025 – durchgeführt in acht europäischen Ländern – sind sich selbst Kinder und Jugendliche der Gefahren übermäßiger Smartphone-Nutzung bewusst. Drei von vier Jugendlichen sehen übermäßige Bildschirmzeit nicht nur als individuelles Problem, sondern als gesellschaftliche Herausforderung.
Überraschend: 63 % der Gen Z sprechen sich für ein Social-Media-Verbot für Kinder unter zwölf Jahren aus. Selbst die jüngere Generation Alpha (11–15 Jahre) befürwortet dies zu 50 %. Viele wünschen sich mehr Offline-Aktivitäten, klarere Regeln – und eine digitale Balance, die sich nicht wie Verzicht, sondern wie Freiheit anfühlt.