Über 700 Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus För­­der-, Haupt- und Gesamt­schu­len besuch­ten Ende Mai den “komm auf Tour”- Stär­ken­par­cour im Düs­sel­dor­fer Sprin­ter­werk der Daim­ler AG. Es waren vier erfolg­rei­che Tage, Dank an Fer­ry Ste­vens und Jen­ni­fer Simons im Aus­bil­dungs­be­reich der Daim­ler AG, an die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf, die Agen­tur für Arbeit Düs­sel­dorf, die Bür­ger­Stif­tung Düs­sel­dorf, die Stif­tung Pro Aus­bil­dung und an die Köl­ner Kom­mu­ni­ka­ti­ons­agen­tur Sinus.

Freu­en sich auf komm auf Tour: Thors­ten Schu­ma­cher, Agen­tur für Arbeit, Karl Cra­mer, Bür­ger­Stif­tung Düs­sel­dorf, Ulri­ke Schmidt, Sinus, Gre­gor Nacht­wey, Kom­mu­na­le Koor­di­nie­rung. Fotos: Mey­er

Zwei Stun­den wähl­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Par­cour span­nen­de Auf­ga­ben aus. In der „sturm­frei­en Bude“ mach­ten sie die Bet­ten und repa­rier­ten den Küchen­ab­fluss. Auf der Büh­ne ging es um krea­ti­ve Impro­vi­sa­tio­nen und im „Laby­rinth“ ver­such­ten die Kids mit ver­bun­de­nen Augen ihren eige­nen Weg zufin­den. The­ma im „Zeit­tun­nel“ waren die Rol­len­bil­der von Frau­en und Män­nern und Chan­cen­ge­rech­tig­keit. Beim Lösen der Auf­ga­ben kön­nen die Jugend­li­che grund­sätz­lich sie­ben ver­schie­de­ne Stär­ke-Pun­k­­te bekom­men. Ein gro­ßes Netz­werk aus Düs­sel­dorf unter­stützt das Pro­jekt und ist in „komm auf Tour“ ein­ge­bun­den: Die Eltern in einem Infor­ma­ti­ons­abend, die Lehr­kräf­te in einer Fort­bil­dung, Mit­ar­bei­ten­de von Bera­tungs­stel­len als Par­cours­be­glei­tun­gen für die Jugend­li­chen und die regio­na­len Akteu­rin­nen und Akteu­re in die Pla­nung der nächs­ten Schrit­te zur Berufs­ori­en­tie­rung und Lebens­pla­nung.


Der Ver­band Bil­dung und Erzie­hung hat for­sa damit beauf­tragt, eine reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge unter Schul­lei­tun­gen an all­ge­mein­bil­den­den Schu­len durch­zu­füh­ren und sie zur Digi­ta­li­sie­rung an Schu­len zu befra­gen. Es wur­den Fra­gen zur Aus­stat­tung der Schu­le, der Vor­be­rei­tung der Lehr­kräf­te und den Aus­wir­kun­gen durch die EU-Daten­­schut­z­grun­d­­ver­­or­d­­nung gestellt. Eini­ge der Fra­gen wur­den in einer bun­des­wei­ten for­­sa-Umfra­ge unter Lehr­kräf­ten bereits 2014 erho­ben. Im Ver­gleich zu die­sen Wer­ten gibt es durch­aus Fort­schrit­te zu ver­mel­den, aller­dings hal­ten die­se nicht Schritt mit der tat­säch­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der Gesell­schaft und Arbeits­welt. Es wur­den von Janu­ar bis März 2019 1.232 Schul­lei­te­rin­nen und Schul­lei­ter in Deutsch­land befragt

Wenn sich die Digi­ta­li­sie­rung an Schu­len in der glei­chen Geschwin­dig­keit voll­zieht wie in den letz­ten 5 Jah­ren, wer­den wir erst 2034 erreicht haben, dass es an allen Schu­len ein­zel­ne Klas­sen­sät­ze an digi­ta­len End­ge­rä­ten gibt. Damit führt sich die Poli­tik selbst vor“, kom­men­tiert der Bun­des­vor­sit­zen­de des Ver­ban­des Bil­dung und Erzie­hung (VBE), Udo Beck­mann, die Ergeb­nis­se der vom VBE in Auf­trag gege­be­nen for­­sa-Umfra­ge zur Digi­ta­li­sie­rung an Schu­len. Des­halb for­de­re der VBE von der Poli­tik, end­lich die ent­spre­chen­den Gelin­gens­be­din­gun­gen bereit­zu­stel­len. Beck­mann führt aus: „Um den an Schu­le gestell­ten Ansprü­chen gerecht zu wer­den, braucht es end­lich mehr als Sonn­tags­re­den und ein­zel­ne Leucht­turm­pro­jek­te. Was in der Brei­te funk­tio­nie­ren soll, muss auch in der Band­brei­te der Mög­lich­kei­ten der Schu­len geför­dert wer­den. Neben den Gel­dern des Bun­des für den Digi­tal­pakt braucht es dafür kräf­ti­ge Inves­ti­tio­nen der Län­der und Kom­mu­nen.“

Zwar wer­den durch den Digi­tal­pakt vom Bund inner­halb der nächs­ten 5 Jah­re 5 Mil­li­ar­den Euro inves­tiert, der tat­säch­li­che Bedarf liegt laut Stu­di­en jedoch deut­lich höher. So errech­ne­te unter ande­rem die Ber­tels­mann Stif­tung, dass es jähr­lich 2,8 Mil­li­ar­den Euro bedarf. Hier­zu passt, dass die KfW in ihrem Kom­mu­nal­pa­nel für 2018 ins­ge­samt einen Inves­ti­ti­ons­stau an Schu­len von 47,7 Mil­li­ar­den Euro attes­tiert.

Die bun­des­weit reprä­sen­ta­ti­ve for­­sa-Umfra­ge unter 1.232 Schul­lei­tun­gen all­ge­mein­bil­den­der Schu­len wur­de heu­te im Rah­men einer tele­fo­ni­schen Pres­se­kon­fe­renz vor­ge­stellt. Wei­te­re Stich­pro­ben gibt es für Baden-Wür­t­­te­m­berg, Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len und Rhein­­land-Pfalz. Es wur­den Fra­gen zur Aus­stat­tung der Schu­le, der Vor­be­rei­tung der Lehr­kräf­te und den Aus­wir­kun­gen durch die EU-Daten­­schut­z­grun­d­­ver­­or­d­­nung gestellt. Eini­ge der Fra­gen wur­den in einer bun­des­wei­ten for­­sa-Umfra­ge unter Lehr­kräf­ten bereits 2014 erho­ben. Im Ver­gleich zu die­sen Wer­ten gibt es durch­aus Fort­schrit­te zu ver­mel­den, aller­dings hal­ten die­se nicht Schritt mit der tat­säch­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung der Gesell­schaft und Arbeits­welt. So sagt nur jede drit­te Schul­lei­tung, dass es in allen Klas­­sen- und Fach­räu­men Zugang zum schnel­len Inter­net und WLAN gibt.

Und eben­falls nur jede drit­te Schul­lei­tung sagt, dass es min­des­tens einen Klas­sen­satz an digi­ta­len End­ge­rä­ten für die Schü­le­rin­nen und Schü­ler gibt. Zudem gibt es an einem Drit­tel der Schu­len für kei­ne Lehr­kraft einen dienst­li­chen Com­pu­ter und für eben­so vie­le kei­ne dienst­li­che E-Mail-Adres­­se.

Die feh­len­de Aus­stat­tung glei­chen eini­ge Lehr­kräf­te dadurch aus, dass sie die Metho­de „Bring your own device“ nut­zen, wobei Schü­le­rin­nen und Schü­ler eige­ne digi­ta­le End­ge­rä­te für den Unter­richt ein­set­zen. Dies pas­siert an kaum einer Grund­schu­le, jedem zwei­ten Gym­na­si­um und jeder drit­ten ande­ren Sekun­dar­schul­form. Der VBE Bun­des­vor­sit­zen­de sagt dazu: „Wir ver­ste­hen das Bemü­hen der Lehr­kräf­te, trotz feh­len­der Infra­struk­tur Medi­en­kom­pe­tenz zu ver­mit­teln und im Unter­richt neue Anrei­ze durch die Erwei­te­rung des Metho­den­mix mit­tels digi­ta­ler Medi­en zu set­zen. Der VBE setzt sich aber für die Unab­hän­gig­keit des Bil­dungs­er­folgs vom sozio-öko­­­no­­mi­­schen Sta­tus der Eltern ein. Dies wird mit der Metho­de ‚Bring your own device‘ kon­ter­ka­riert. Wenn 70 Pro­zent der Schul­lei­tun­gen sagen, dass ein­zel­ne Kin­der kein Gerät haben und die Hälf­te sagt, dass die Gefahr des Mob­bings steigt, darf das nicht igno­riert wer­den. Digi­ta­li­sie­rung gibt es nicht zum Null­ta­rif. Die Poli­tik ist für die Aus­stat­tung der Schu­len ver­ant­wort­lich. Nie­mand sonst!“ Außer­dem sehen es 63 Pro­zent der Schul­lei­tun­gen als zu hohe Anfor­de­rung für Lehr­kräf­te an, auf unter­schied­li­chen Gerä­ten unter­schied­li­che Sys­te­me zu erklä­ren.

Über­haupt ist die adäqua­te Vor­be­rei­tung der Lehr­kräf­te noch immer eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. 72 Pro­zent der Lehr­kräf­te bil­den sich pri­vat fort, 65 Pro­zent konn­ten an Fort- und Wei­ter­bil­dun­gen teil­neh­men und 58 Pro­zent haben sich mit­hil­fe von ande­ren Lehr­kräf­ten die not­wen­di­gen Kennt­nis­se ange­eig­net. Der Bun­des­vor­sit­zen­de Beck­mann macht deut­lich: „Fort­bil­dung ist kein Pri­vat­ver­gnü­gen. Wenn die Poli­tik möch­te, dass nicht nur Smart­boards auf­ge­hängt wer­den, son­dern durch die Nut­zung digi­ta­ler End­ge­rä­te ein tat­säch­li­cher päd­ago­gi­scher Mehr­wert ent­steht, müs­sen in Zusam­men­ar­beit von Pra­xis und Wis­sen­schaft trag­fä­hi­ge Kon­zep­te erforscht wer­den. Dem­entspre­chend müs­sen alle Lehr­kräf­te, inner­halb der Dienst­zeit, an, von staat­li­cher Sei­te ange­bo­te­nen und bezahl­ten, qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen und ste­tig eva­lu­ier­ten und opti­mier­ten Fort­bil­dun­gen teil­neh­men kön­nen.“

Zudem wur­den die Schul­lei­tun­gen danach befragt, wer sich an der Schu­le um die War­tung der IT-Aus­­sta­t­­tung küm­me­re. An zwei von drei Schu­len sind dies ein­zel­ne Lehr­kräf­te, was einem Rück­gang um 10 Pro­zent­punk­te im Ver­gleich zu 2014 ent­spricht. „Nicht nur im Kon­text des Leh­rer­man­gels set­zen wir uns dafür ein, dass Lehr­kräf­te von die­sen Tätig­kei­ten ent­bun­den und pro­fes­sio­nell dafür aus­ge­bil­de­te Per­so­nen damit betraut wer­den. Dies pas­siert nur an 59 Pro­zent der Schu­len. Ein unhalt­ba­rer Zustand“, sagt Udo Beck­mann.

Mit Blick auf die EU-Daten­­schut­z­grun­d­­ver­­or­d­­nung geben über zwei Drit­tel der Schul­lei­tun­gen an, dass sie bei der Umset­zung wei­test­ge­hend auf sich gestellt waren und dass durch die Umset­zung der Ver­ord­nung ihr Arbeits­auf­wand lang­fris­tig gestie­gen ist. Beck­mann dazu: „Die Poli­tik darf sich nicht aus der Ver­ant­wor­tung zie­hen. Neue Auf­ga­ben bedür­fen zusätz­li­cher Res­sour­cen oder kla­rer Ansa­gen, wel­che der bis­he­ri­gen Auf­ga­ben weg­fal­len oder anders orga­ni­siert wer­den kön­nen.


Quel­le: VBE

Die Web­site des Düs­sel­dor­fer Kom­pe­tenz­zen­trums Beruf­li­che Ori­en­tie­rung (ehe­mals Kom­pe­tenz­zen­trum Über­gang Schu­­le-Hoch­­­schu­­le/Be­­ruf) ist kom­plett über­ar­bei­tet wor­den und star­tet jetzt mit neu­em Design durch. Das Aus­se­hen der neu­en Web­site: klar und auf­ge­räumt. Es ori­en­tiert sich an den Trends und Kon­ven­tio­nen moderns­ter Web­op­tik und hebt sich damit deut­lich von der eher kom­ple­xen alten Web­site ab. Nach dem Face­lift ist die neue Web­site auf dem neu­es­ten Tech­nik­stand und fit fürs neue Web­zeit­al­ter. Die Web­site über­zeugt nach der kon­se­quen­ten Über­ar­bei­tung durch Les­bar­keit und über­sicht­li­che Anord­nung. Umge­setzt wur­de der Relaunch mit Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ex­per­te Frank Wie­de­mei­er aus Kor­schen­broich (https://wiedemeier-kommunikation.de/).

Im Fokus des Web­­si­ten-Relaunchs ste­hen wei­ter­hin die Pro­jek­te, die Ziel­grup­pen und die Akteu­re, also in ers­ter Linie Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die Eltern, die Orga­ni­sa­tio­nen der Wirt­schaft, die Agen­tur für Arbeit, die Kom­mu­na­le Koor­di­nie­rung “Kein Anschluss ohne Abschluss (KAoA)” und die Unter­neh­men in der Stadt. Wich­tig sind eine gute und schnel­le Benut­zer­füh­rung und Anwen­der­freund­lich­keit, Brow­ser­kom­pa­ti­bi­li­tät und Lade­ge­schwin­dig­keit. Ein zen­tra­les The­ma des Relaunchs war zudem die Gestal­tung der Web­site im „Respon­si­ve Web­de­sign”: Die Web­sei­te des Kom­pe­tenz­zen­trums passt sich in Bild­schirm­dar­stel­lung und -auf­lö­sung auto­ma­tisch den unter­schied­li­chen Anfor­de­run­gen mobi­ler End­ge­rä­te wie Smart­pho­nes oder Tablets an. Eine sepa­ra­te mobi­le Ver­si­on der Home­page ist dadurch über­flüs­sig.

Die neu gestal­te­te Start­sei­te bie­tet dem Nut­zer vom Start weg alle wich­ti­gen Inhal­te auf einen Blick. Auch die Unter­sei­ten der Home­page unter­lie­gen einer kla­ren Struk­tur und sind über­sicht­lich geglie­dert. Neben einer Fül­le von Infos wur­de auch der Blog “Klu­ge Köp­fe” in den neu­en Auf­tritt inte­griert. Hier wer­den aktu­el­le The­men der Beruf­li­chen Ori­en­tie­rung auf­ge­grif­fen, mit Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen ergänzt und erläu­tert. “Mit dem neu­en Web­auf­tritt bie­ten wir den Ziel­grup­pen des Kom­pe­tenz­zen­trums eine Sta­­te-of-the-Art-Plat­t­­form für Infor­ma­ti­on und Kom­mu­ni­ka­ti­on, die sich ste­tig wei­ter­ent­wi­ckeln wird. Wir beob­ach­ten die Ent­wick­lun­gen in der Beruf­li­chen Ori­en­tie­rung sehr genau, um unse­ren Ziel­grup­pen immer auch den aktu­el­len Stand prä­sen­tie­ren und um in unse­ren Pro­gram­men und Pro­jek­ten schnell dar­auf reagie­ren zu kön­nen”, betont Chris­toph Soch­art vom Kom­pe­tenz­zen­trum.

Das Kom­pe­tenz­zen­trum gibt es seit 2006 in Düs­sel­dorf. Trä­ger des Kom­pe­tenz­zen­trums Beruf­li­che Ori­en­tie­rung sind die Lan­des­haupt­stadt Düs­sel­dorf mit der Kom­mu­na­len Koor­di­nie­rung im The­men­be­reich “Kein Abschluss ohne Anschluss” sowie die Stif­tung PRO AUSBILDUNG des Arbeit­ge­ber­ver­ban­des “düs­sel­dorf metall” in Zusam­men­ar­beit mit der Unter­neh­mer­schaft Düs­sel­dorf, dem größ­ten frei­wil­li­gen Arbeit­ge­ber­netz­werk in Düs­sel­dorf. Part­ner sind die Agen­tur für Arbeit Düs­sel­dorf, die Orga­ni­sa­tio­nen der Wirt­schaft (Unter­neh­mer­schaft, IHK, HWK, Kreis­hand­wer­ker­schaft) und das zdi Düs­sel­dorf (“Zukunft durch Inno­va­ti­on”).

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